Sagte eine Freundin letztens gähnend zu mir: „Du hast es gut! Deine Kinder sind schon groß. Du wirst nicht ständig gestört, wenn du mal ein Buch lesen willst. Und kannst wenigstens schlafen, wann immer du Lust dazu hast.“ Sie seufzte herzzerreißend.
Ich nickte stumm und biss mir auf die Zunge. Jetzt bloß nicht Falsches sagen. Es könnte sie womöglich desillusionieren.
Ich erzählte ihr also nicht, dass im Zuge der Pubertät elterlicher Schlafmangel wieder zum Dauerproblem werden könnte. Ich erzählte auch nichts von nächtlichen Fressorgien und fröhlichen Plauderstündchen oder von staatlich verordneten Foltermethoden wie der Frühstunde.
Wer´s trotzdem lesen will, bitteschön: Pubertät ist, wenn die Nächte wieder unruhig werden
